Stadt Erlangen – Amt für Sport und Gesundheitsförderung

Erlangen inklusiv

Bewegung für alle hat in Erlangen Tradition und wird in Sportvereinen und der Verwaltung mehr und mehr thematisiert. So gab es im Jahre 2015 zum ersten Mal eine „Rädli für alle“ mit einer gesondert ausgewiesenen barrierefreien Tour. Partner waren damals u.a. das Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. (ZSL), die Lebenshilfe Erlangen, der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V. (BVS) oder Vertretende des Handicapfußballs vom Bayerischen Fußball-Verband e.V. (BFV). Im gleichen Jahr folgte das Sportfest für alle – Inklusion ERleben. Das Sportfest hatte drei inhaltliche Schwerpunkte:

  • Mitmachstationen,
  • inklusiver Wettbewerb und
  • Infostände

Umrahmt wurde das Sport- und Spielfest von einem attraktiven, bunten und inklusiven Rahmenprogramm. Eingeladen waren alle Bürgerinnen und Bürger, getragen wurde es vom Engagement der vielen Vereine, Einrichtungen und Initiativen aus den Bereichen Sport, Bewegung, Gesundheit und Inklusion. Mit der barrierefreien Rädli und dem inklusiven Sportfest startete 2015 der Erlanger Sport eine Initiative zum Thema Inklusion.

Erlangen inklusiv – Bewegung ohne Grenzen

Eine offene Gesellschaft, in der wirklich ALLE willkommen sind, will die Stadt Erlangen durch solche Events aktiv fördern. Daher folgten weitere Projekte, wie z.B. das mittlerweile jährlich stattfindende inklusive Bambini-Fußballturnier, die in Zusammenarbeit mit dem BFV kostenfreien Infotage für Erlanger Fußballvereine zum Thema Handicap-Fußball, eine Bedarfsanalyse bei Menschen mit Behinderungen (aktuelles Sportverhalten, Wünsche etc.) und eine Befragung der Sportvereine zum Thema inklusive Angebote mit dem langfristigen Ziel Menschen mit Behinderung in bestehende Sportvereine zu integrieren. Darüber hinaus wird die Rädli jedes Jahr inklusiver (deutlicher Zuwachs an barrierefreien Stationen, mehr Behindertentoiletten, aktive Beteiligung von Einrichtungen aus der Behindertenarbeit bei den Mitmach-Stationen, Verwendung von leichter Sprache usw.) und auch das Sportfest für alle wurde aufgrund seines Erfolges 2015 im Jahr 2022 wiederholt.

Aus diesem Prozess heraus wurde in Zusammenarbeit mit dem DSS (Department für Sportwissenschaft und Sport der FAU) und unter Beteiligung von Multiplikatoren das Netzwerk „Bewegung ohne Grenzen“ (BoG) ins Leben gerufen. Seit 2015 wächst das Netzwerk und so sind weitere Partner, wie z.B. Kommune inklusiv, Runder Tisch Inklusion, Forum behinderter Menschen, DMSG Mittelfranken, KIKS Bayern (BVS) oder SOBY neu hinzugekommen.

Im Netzwerk BoG wurden gemeinsam Ziele und Maßnahmen für die thematische Arbeit von „Inklusion im und durch Sport in Erlangen“ diskutiert und festgelegt. Eingebettet in die Gesamtstrategie der Stadt Erlangen zum Thema Inklusion konnte so ein Masterplan für die nächsten Schritte entwickelt werden.

Wenn alle Maßnahmen umgesetzt sind, wird in Erlangen jeder Mensch nach seinen Möglichkeiten Sport, Spiel und Bewegung flexibel, wohnortnah und barrierefrei (räumlich, sprachlich, informativ etc.) in jeglicher Art ausüben können. Möglichst viele Menschen werden dann gemeinsam Sport treiben. Der selbstverständliche Umgang mit Behinderungen führt dazu, dass jeder Mensch gleich behandelt wird und
Barrieren natürlich abgebaut werden.

Inklusion im und mit dem Sport

Das Logo von BoG zeigt drei tanzende aus bunten Formen bestehende Figuren. Der Tanz steht dabei für körperliche Aktivität, Bewegung, Spiel und Spaß. Dass sich die Figuren gemeinsam an den Händen halten, symbolisiert ein besseres Miteinander, eine Gesellschaft ohne Berührungsängste und in der alle willkommen sind. Die bunten Formen sind angelehnt an das Bild von Inklusion. Dabei ist die mittlere Figur komplett bunt und verbindet alle. Hier spielt es keine Rolle mehr, welche Herkunft man hat oder ob man behindert ist oder nicht. Das Logo stellt idealtypisch dar, wie Inklusion im Sport verlaufen kann, nämlich, dass alle Menschen – mit und ohne Behinderung – ganz selbstverständlich zusammen Sport treiben.

Weiterhin ist Erlangen Host Town der Special Olympics World Games Berlin 2023. Dies ist ein bedeutender Meilenstein für die Weiterentwicklung und die Fortsetzung des Inklusionsgedankens im Erlanger Sport. Ein weiterer Schritt der zeigt, dass das Thema „Inklusion im und durch Sport“ in der Stadt Erlangen ein wichtiger Baustein in der zielgruppenspezifischen Sportförderung ist.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Sport und Inklusion.

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