Stadt Erlangen – Amt für Sport und Gesundheitsförderung

5 Jahrzehnte Sportverwaltung

50 Jahre Bewegung, Veränderung und Entwicklung

Blickt man auf die Themen der vergangenen Jahre, auf die Historie, zurück, so kann man beides erkennen:

  • Wiederholung von zentralen Aufgaben der Sportverwaltung und
  • kontinuierliche Veränderung von Schwerpunkten und Weiterentwicklung neuer Aufgabenfelder.

So sind die Themen Sportförderung (Richtlinien, politische Rahmenbedingungen, Haushaltskonsolidierungen, Sonderprogramme, Klima und Energieeinsparungen usw.), Sportstättenbau sowie Bereitstellung von Sportstätten (Planung, Bau, Unterhalt, Nutzung, Vergabe, Versammlungsstättenverordnung etc.) und Sportveranstaltungen (Planung, Organisation, Durchführung, Rädli, Mission Olympic, Deutschland Tour usw.) schon immer das zentrale Fundament der Sportverwaltung gewesen.

Diese Kernaufgaben werden sich auch künftig nicht auflösen. Bei aller Weiterentwicklung und Digitalisierung unserer Lebenswelt werden wir in allen neuen und auch schon bekannten Facetten in diesen genannten Themen zuhause bleiben.

Vielfältige Entwicklungen

Die Sportentwicklungsplanung, Sportstättenentwicklung und Sportleitplanung sind Themen, die sich insbesondere mit der Kooperation der wissenschaftlichen Expertise als nächster Entwicklungsschritt in den Sportverwaltungen und auch in Erlangen wiederfinden. Bedürfnisse, Bedarfe verzahnen sich mit statistischen Zahlenwerten und Erhebungen. Hier haben wir in Erlangen von Anfang an von der Expertise des Instituts, mittlerweile Departments, für Sportwissenschaft und Sport der FAU profitiert. Auch die Veränderung der Bäderlandschaft hat sich insbesondere durch die Sportentwicklungsplanung mit einem „Runden Tisch Bäder“ positiv gestaltet. Ergebnis daraus ist nicht der Bau eines sogenannten Spaßbades, sondern zwei grundsanierte und topmoderne Freibäder, die in die Obhut der Erlanger Stadtwerke mit Bau und Betriebsführung ausgelagert worden sind. Zusätzlich ist ein neues Hallenbad im Westen entstanden, welches den Wegfall des Hallenbades Frankenhof im Zentrum Erlangens kompensiert. Das Sportamt wurde im Laufe der Jahre zum Sport- und Bäderamt und dann wieder zum Sportamt um- bzw. wieder rückbenannt. Dies bedeutete allerdings weder Rückschritt noch Stillstand.

Erfolgreiche Netzwerke

Verstärkte Netzwerk- und Projektarbeit kennzeichnen die nächste Phase der Entwicklung, in der sich Sport, Bewegung und Gesundheit zu einer immer größeren Schnittmenge zusammenfinden. Das Netzwerk der bewegten Unternehmen (u. a. mit Firmathlon und Labelvergabe), die Projekte BIG und GESTALT sowie die Gesundheitsregionplus Erlangen-Höchstadt und Erlangen wurden gegründet und haben sich enorm entwickelt. Auch das Thema Inklusion hat einen wichtigen Stellenwert eingenommen. Mit der Gründung des Netzwerkes „Bewegung ohne Grenzen“ und dem „Sportfest für alle“ wurde ein Weg eingeschlagen, der mit Kooperationspartnern wie Special Olympics Bayern zum Zuschlag als Host Town für die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin geführt haben. Das Sportamt entwickelte sich zum Steuerungsakteur der kommunalen Gesundheitsförderung, um auf viele gesundheitsrelevante Lebensbedingungen (z. B. Freizeitmöglichkeiten, Wohnumfeld, soziale und wirtschaftliche Infrastruktur) Einfluss zu nehmen.

Außergewöhnliche Veränderungsprozesse sind in erheblichem Maße durch eine besondere Führungskultur und das große Engagement von Mitarbeiter*innen von innen nach außen entstanden. Das Thema kommunale Gesundheitsförderung ist eine wichtige Säule des Handelns geworden. Expertise und Innovation fanden schnell überregionale Aufmerksamkeit und sorgten für neu erlebbare verwaltungsinterne, sektorübergreifende Zusammenarbeit.

So ist das Sportamt Erlangen seit 2019 deutschlandweit nun eines von zwei Ämtern, welche Amt für Sport und Gesundheitsförderung heißen und sich inhaltlich mit kommunaler Gesundheitsförderung beschäftigen.

 
 
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